Baunebenkosten

Das Thema Baunebenkosten ist finanziell gesehen eines der 3 wichtigsten, wenn man an die Hausplanung geht. Es gibt immer 3 große Kostenblöcke. Das ist zum einen das Grundstück mit seinen Erwerbskosten, dann das Haus und als Drittes die Baunebenkosten. Leider findet man zu diesem Thema im Internet wenige Informationen und wenn dann auch sehr ungenügende. Im Verkaufsgespräch berichten mir Kunden immer wieder, dass sie woanders darüber nicht vollends und umfassend aufgeklärt wurden. Zumeist ist die genannte Summe dann auch viel zu niedrig angesetzt.
Sicher, es ist schwer ein Grundstück vom Schreibtisch aus ungesehen einzuschätzen, wenn es z. B. um die Tiefbauarbeiten geht. Dennoch ist es möglich keine Kosten zu vergessen, egal wie hoch sie nachher auch ausfallen. Wer hier nicht alles mit einbezieht will es entweder nicht oder besitzt nicht ausreichend Kenntnis darüber.

Doch was gehört zu den Baunebenkosten? Ich liste einmal die einzelnen Posten dazu auf, bei einem Beispielhaus von ca. 100qm Grundfläche und ohne Keller.

  1. Hausanschlüsse (Gas, Wasser, Abwasser, Strom und Medien)
  2. Vermesserkosten
  3. Genehmigungsgebühren
  4. Tiefbauarbeiten (Bodenarbeiten)
  5. Aussenanlagen (Terrasse, Garage,Carport, Zuwegung, Geländeabfangungen, Zäune, Garten)
  6. Sonstige Kosten (Bauüberwachung etc.)

Insgesamt kann man für die vorgenannten Positionen (im Schnitt) mind. 70.000 Euro ansetzen.

Wer Ihnen weniger verspricht geht fahrlässig und auf Ihre Kosten vor. In Hanglagen und mit Keller werden die vorgenannten Kosten sogar noch um einiges höher ausfallen. Idealweise sollte man vor einem Hausvertragsabschluss die Baunebenkosten und vor allem die Tiefbauarbeiten kostenmäßig so ermitteln, dass es keine größeren Überraschungen mehr geben kann. Seriöse Bauunternehmen und Hausbaupartner bieten dieses auch, also Option, vor einem Vertragsabschluss an. Ein Bodengutachten sollte dann inklusive sein.
Fragen Sie nach!

Für Fragen dazu stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Der (finanziell) beste Weg zum eigenen Haus

Ob Gebrauchtimmobilie oder Neubau, bei beiden Zielen sollte man nicht gleich mit dem Umschauen beginnen, sondern mit der Budgetermittlung. Natürlich macht es Spaß sich umzugucken, Appetit zu sammeln, aber noch mehr Spaß macht es, wenn man am Schluss der Suche keine Enttäuschung erleben muss, sprich nicht feststellen zu müssen, dass man sich die Traumimmobilie nicht leisten kann. Der beste und einzig vernünftige Einstieg ist die Budgetermittlung über ein Finanzierungsgespräch bei einer Bank oder einem Finanzierungsvermittler. Dort wird, wenn seriös gehandelt wird, anhand des persönlichen finanziellen Situation ermittelt, wie hoch der „gesunde“ Finanzrahmen sein sollte, wenn man eine Immobilie erwerben möchte. Erst nach Feststellung dieser Investitionssumme sollte man weiter auf die Suche gehen. Mit dieser Sicherheit im Rücken sucht es sich wesentlich leichter.
Danach gibt es 2 Wege, den einen zur Gebrauchtimmobilie, bei der ich mit einem Wert Haus (Wohnung) inkl. Grundstück (Grundstücksanteil) erwerbe oder den zweiten, bei  dem ich ein Grundstück erwerbe und zudem ein Haus, das darauf erst noch entstehen soll. Beim ersteren zahle ich übrigens Grunderwerbsteuer und Notargebühr auf Immobilie inkl. Grundstück, beim zweiten nur auf das Grundstück.
Als Viebrockhausberater möchte ich mich hier einmal  nachfolgend den Weg zum Neubau herausnehmen.
Hat man für das Neubauvorhaben ein Gesamtbudget ermittelt, schaut man sich zunächst und am besten an, wo man gerne wohnen möchte und was dort die Grundstücke kosten. Kennt man die Grundstückskosten zieht man diese vom Gesamtbudget ab. Übrig bleibt ein Betrag für das Haus und die sogenannten Baunebenkosten. Gerade letztere sollte man niemals unterschätzen. Sie setzen sich zusammen aus den Hausanschlüssen (Strom, Wasser, Telekom, Gas), Schmutzwasserleitung, Schmutzwasserkanal, Regenwasserzisterne, Vermesserkosten, Baugenehmigung, Katasterunterlagen, grundstücksspezifische Arbeiten, Pflasterung, Bepflanzung, Carport/Garage, Umzug, Küche, Material für Eigenleistungen und Reserven. Die Baunebenkosten können in der Gesamtsumme leicht die 70.000 Euro erreichen. Bei Hanglagen und nicht tragfähigem Bodengrund kann dieser Summe auch weitaus höher liegen. Wichtig ist, das vor Baubeginn eine genaue Analyse über den Bodengrund, bzw. die grundstücksspezifischen Arbeiten erstellt wird. Hierbei sollte das Bauunternehmen immer behilflich sein und auch Absicherungen bieten falls die GSA-Kosten nicht mehr zu „stemmen“ sind.

Nehmen wir nun einmal den Betrag von 70000 Euro, so wird dieser von dem Restbudget abgezogen. Was dann übrig bleibt ist die Summe, die Ihr Haus kosten darf. Mit dieser Summe sind Sie auf dem richtigen Weg. Nun liegt es jedoch an Ihnen damit den richtigen Partner zu finden, der Ihnen für diese Summe die höchste Sicherheit und Ausführungsqualität bietet.

Noch einmal den einzig richtigen Rechenweg:
Verfügbare Investitionssumme
abzgl. Grundstückskosten
abzgl. Baunebenkosten
= Hauspreis

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Lassen Sie sich bitte niemals einreden, dass die Baunebenkosten bei Fremdvergabe wesentlich günstiger „zu bekommen“ sind. Hier können nur reine Eigen- und/oder Freundschaftsleistungen den Betrag mindern.